Ich stecke mitten in der Planung einer Recherche im Ausland. Gar nicht so einfach, wenn man drei Kinder einplanen muss.
Hallo, Ihr Lieben!
Bitte entschuldigt den späten Tagebucheintrag. Montag und Dienstag war ich voll beschäftigt mit der Planung von Recherchereisen. Mein Pilgerführer zur Via Francigena ist fast abverkauft. Für die Neuauflage muss ich die gesamte Strecke (etwa 1100 km) erneut recherchieren. Zwar habe ich 2012 und 2013 schon vor Ort Änderungen erfasst und auf der Verlagshomepage in die Updates aufnehmen lassen. Aber meine Recherchen zur ersten Auflage sind fünf Jahre her. Da hilft nur noch eine komplette neue Recherche.
Das macht mir auch bewusst, was sich seither geändert hat. Für die erste Auflage bin ich allein gewandert, nur an einigen Tagen begleitete mich mein Partner von Lausanne hinauf zum Großen St. Bernhard Pass und eine Freundin von Lucca nach Siena durch die Toskana. Nun werde ich die ganze Strecke mit meinen Mädels erkunden. Das wird ungleich länger dauern und bedarf einer guten Vorbereitung.
Momentan plane ich, mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, sodass die Kleinen sich nicht jeden Tag an ein neues Hotel-, Pensions- oder Herbergszimmer gewöhnen müssen. Das heißt aber auch, dass wir immer wieder zum Startpunkt zurück müssen, d.h. vorher ein Fahrrad am Ziel der Tagesetappe deponieren, mit dem einer von uns das WoMo holen fährt. So haben wir es vor zwei Jahren schon in Italien und Frankreich gemacht. Bislang habe ich meinen Partner, meine Mutter und die Toskana-Mitwanderin für Teilstrecken bequatschen können. Denn dieses Unterfangen geht wirklich nur mit einem weiteren Erwachsenen. Nur allein, wenn drei Kinder zum Pass hinauf getragen bzw. geschoben werden müssen oder in der Zeit, in der das Fahrzeug nachgezogen wird. Aurelia hat schon überlegt, ob sie sich bei einer der von Papa begleiteten Touren gemütlich bei Oma einquartiert. Das wäre natürlich super für alle Beteiligten (außer vielleicht für die Oma...), denn es ist gar nicht einfach, ein Wohnmobil mit fünf Sitzplätzen zu finden, von denen noch dazu zwei für Babyschalen geeignet sein müssen. Aber ich werde sie nicht drängen. Die Idee ging von ihr aus und soll auch ihre Idee bleiben. Nicht, dass sie denkt, ich wolle sie abschieben.
Beim Babyschwimmen kann ich von großen Fortschritten berichten. Nele hat keine Angst mehr im Wasser. Sie schaut zwar beim Eintauchen noch skeptisch, entspannt dann aber ziemlich rasch. Am Montag ist sie mir sogar fünf Minuten vor Ende des Kurses auf dem Arm eingeschlafen.
Die Interessen der beiden Babys gehen immer weiter auseinander, besonders beim Essen. Nele trinkt inzwischen nur noch Milch, wenn weit und breit nichts Essbares zu finden ist. Sie liebt alle Breisorten, auch vom Familientisch schon klein gedrückte Bananen, Kartoffeln und mein Frühstücks-Porridge. Cari lehnt Brei weiterhin strikt ab, wenn ich ihn zweimal die Woche unverbindlich anbiete, liebt nachts noch das Stillen, kaut andererseits aber tagsüber schon 'mal gerne auf einem Stück Brot oder Brötchen herum.
Dennoch war Cari in den letzten Wochen öfters wund. Ich habe nicht das Essen im Verdacht. Meine Hauptverdächtigen sind die bislang verwendeten Marken von Popocreme und Windeln. Aurelia vertrug auch irgendwann diese nicht mehr - warum auch immer. Wir müssen also die Marken wechseln und ausprobieren, bis die Rötungen wieder dauerhaft verschwunden sind.
Ich wünsche euch eine schöne (Rest-) Woche.
Eure Ingrid